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Diamanten: Die 4 C's

Carat, das Karat

Die 4 C's der Diamanten

Das Gewicht von Diamanten wird in Karat angegeben, wobei 1 Karat (Abkürzung: ct) ein Gewicht von 0,2 Gramm hat. Ein 1 Gramm schwerer Diamant hat also 5 ct. Auch wenn es möglich ist, Diamanten in verschiedenen Zwischengrößen zu bekommen, gibt es typische Diamant-Größen, die bei Käufern und Juwelieren am beliebtesten sind. Die kleinsten geschliffenen Steine habe ein Diamant-Gewicht von 0,01 ct. Der bekannte Solitär-Schliff ist erst bei Steinen ab einem Gewicht von 0,05 ct erhältlich. Diamanten mit einem Gewicht von 0,25 ct werden auch als Viertelkaräter bezeichnet. Eine weitere beliebte Größe sind Streine mit 0,30 ct und der etwas größere Drittelkaräter mit 0,33 ct. Von da an wird es mit 0,50 ct (Halbkaräter), 1,0 ct (Einkaräter) und 2,0 ct (Zweikaräter) richtig groß. Um sich die Diamantgrößen besser vorstellen zu können, rufen Sie einfach dieses PDF mit einer Übersicht der Diamantgrößen auf.

Clarity, die Reinheit

Reinheit

Je weniger Einschlüsse von Fremdmaterial in einem Diamanten zu finden sind, umso höher ist sein Reinheitsgrad. Und je reiner – also freier von Einschlüssen – der Diamant, desto wertvoller ist er. Der Preis steigt mit zunehmendem Reinheitsgrad expotentiell an. „Lupenrein“ ist sicher der bekannteste Begriff, wenn es um die Reinheit von Diamanten geht. Von einem lupenreinen Diamanten spricht man immer dann, wenn selbst bei zehnfacher Vergrößerung keine Einschlüsse zu erkennen sind. Während größere Einschlüsse (alles ab der Reinheitsklasse PI2) auch für den Laien mit dem bloßen Auge zu erkennen sind, sind kleinere Einschlüsse nur für den Fachmann unter der Lupe sichbar. Für die Reinheit eines Diamanten gibt es folgende, international gültige Reinheits-Klassifikationen:

 Bez. Bedeutung (engl.) Erklärung
 if internally flawless bis auf mögliche Oberflächenspuren von der Verarbeitung lupenrein
 vvs1/vvsi very, very small inclusions Einschlüsse auch bei 10facher Vergrößerung für den geübten Fachmann nur extrem schwer zu erkennen
 vvs2 very, very small inclusions Einschlüsse auch bei 10facher Vergrößerung nur extrem schwer zu erkennen
 vs1/vsi very small inclusions Einschlüsse auch bei 10facher Vergrößerung für den geübten Fachmann nur sehr schwer zu erkennen
 vs2 very small inclusions Einschlüsse sind bei 10facher Vergrößerung schwer zu erkennen
 si1 small inclusions Einschlüsse sind bei 10facher Vergrößerung für den geübten Fachmann zu erkennen
 si2 small inclusions Einschlüsse sind bei 10facher Vergrößerung, jedoch nicht mit bloßem Auge zu erkennen
 pi1 Pique I Einschlüsse mit bloßem Auge gerade noch erkennbar, mindern die Brillanz jedoch nicht
 pi2 Pique II Einschlüsse mit bloßem Auge erkennbar, mindern die Brillanz
 pi3 Pique III Einschlüsse mit bloßem Auge leicht erkennbar, mindern die Brillanz deutlich

Welche Art von Einschlüssen gibt es?

Einschlüsse Die Einschlüsse werden grundsätzlich in zwei Gruppen eingeteilt, Einschlüsse von Fremdmaterial und Kratzer.
Einschlüsse von Fremdmaterial werden in die Gruppen Kristalle, Wolken und Federn eingeteilt. Kristalle sind winzige Mineralien, die im Inneren eines Diamanten während seiner Entstehung eingeschlossen werden. Wolken sind trübe Stellen, die aus einer Anordnung vieler kleiner Kristalle bestehen und nur unter 10facher Vergrößerung zu sehen sind. Federn sind Frakturen und Risse in einem Stein, die, wenn sie relativ klein sind, den Wert des Diamanten nur geringfügig mindern. Fallen Sie jedoch groß aus, können Sie Einfluss auf die Diamantstruktur haben, im schlimmsten Fall kann der Diamant brechen. Deutlich ausgeprägte Federn mindern den Wert des betroffenen Diamanten erheblich. Daher werden diese Steine lediglich als Pique Diamanten (Reinheitsklasse pi1 bis pi3) klassifiziert.
Die Kratzer (engl. blemishes) sind Verunreinigungen oder Flecken auf der Oberfläche eines Diamanten. Diese Fehler sind in der Regel mit dem menschlichen Auge nicht zu erkennen. Ein Diamant der im inneren komplett rein ist und nur eine Verunreinigung auf der Außenseite besitzt, kann vom renommierten Gemological Institute of America (GIA) sogar mit dem Reinheitsgrad if bewertet werden.

Color, die Farbe

Im reinen Zustand sind Diamanten farblos, farbige Diamanten entstehen hauptsächlich durch Einlagerungen. Die Färbung eines Diamanten steht also häufig in direktem Zusammenhang zur Reinheit. Die Färbung entsteht durch die unterschiedliche physikalische Beschaffenheit der Diamanten und durch färbende Eigenschaften von Metallen, die in den Steinen eingelagert sind. Diese beeinflussen die physikalische Struktur und lassen so Farbeffekte entstehen. Nur Diamanten mit braunem und gelbem Farbton, erhalten ihre Farbe durch äußere Einflüsse. In seltenen Fällen bringt die Natur Diamanten hervor, die pink, rot, blau, grün oder schwarz gefärbt sind.

 Bezeichnung GIA RAL-Kategorie Definition
 River D Hochfeines Weiß +  
Diamanten dieser Farbgrade erscheinen durch die Farbtafel betrachtet auch dem Fachmann als farblos.
  E Hochfeines weiß
 Top Wesselton F Feines Weiß +
  G Feines Weiß
 Wesselton H Weiß  
 Top Crystal I Weiß Kleine Diamanten dieser Farbgrade erscheinen auch dem Fachmann durch die Tafel betrachtet als farblos. Größere Steine zeigen die Andeutung einer Farbsättigung.
   J Leicht getöntes Weiß
 Crystal K Getöntes Weiß
   L  
 Top Cape M Schwach gelblich  
Diamanten dieser Farbgrade weisen eine zunehmende, auch ohne optische Hilfsmittel erkennbare Farbe auf
  N  
 Cape O Gelblich
 Light Yellow bis Schwach Gelb  
 Yellow Z Gelb  

Wie wird die Farbe des Diamanten bestimmt?

Das Gemological Institute of America (GIA) hat die Klassifizierung von Diamanten entwickelt. Im ersten Schritt wurden „Mastersteine“ festgelegt die für jeweils eine Farbe stehen. Die Skala beginnt bei D (Durchsichtig, höchste Farbe) und endet bei Z, wobei die Steine ab der Klasse M immer gelblicher bzw. bräunlicher werden.
 

Diamantfarben kurz erklärt


D: 100 % farblos

D ist die höchste Stufe und ist extrem selten und sehr teuer.
 

E, F: farblos

Außergewöhnlich transparent. Bei diesen Steinqualitäten ist es extrem schwierig überhaupt einen Farbunterschied zu 100% farblos zu erkennen. Diamanten, die als E oder F eingestuft werden, sind äußerst selten und ebenfalls sehr teuer.
 

G, H: fast farblos

Diese Diamanten sind für Laien farblos, Profis erkennen einen minimalen Farbgehalt, wenn sie die Steine mit 100 % farblose Diamanten vergleichen. Diese Diamanten sind immer noch sehr selten, bieten aber ein attraktives Preis/ Leistungsverhältnis. G,H Diamanten empfehle ich Ihnen daher für Ihren Verlobungsring.
 

I, J: fast farblos

Die Färbung ist für Fachleuchte bereits mit dem bloßen Auge zu erkennen. Diese Farbstufe wird am häufigsten in allen Arten von Schmuck verwendet und ist eingefasst, z.B. in einem Ring, kaum zu erkennen.
 

K-M: gelblich

Hier ist auch für Laien bereits ein deutlicher Gelbstich erkennbar.
 

N-Z: hellgelb

Deutlich sichtbares Gelb, nicht als Edelstein geeignet.
 

Der Einfluss der Fluoreszenz

Unter UV-Licht, weisen viele Diamanten den selben Effekt auf, wie ein weißes T-Shirt in der Disko, sie leuchten. Eingestuft wird die Intensität des als Fluoreszenz bekannten Phänomens in die Kategorien none, faint, medium und strong. Fluoreszenz wird als negative Eigenschaft eines Diamanten gewertet, denn sie führt bei den hochwertigsten Steinen (Klasse D-H) dazu, dass die Steine milchig oder trübe wirken. Bei Diamanten mit schlechterer Farbeinstufung (I-J) kann die Fluoreszenz jedoch auch eine possitve Wirkung entfalten: leicht gelbliche Steine wirken durch Fluoreszenz weißer.
 

Cut, der Schliff

Schliff Erst seit 20. Jahrhundert stehen die technischen Möglichkeiten für einen besonders exakten Diamantschliff zur Verfügung. Der Mathematiker Macel Tolkowsky schrieb in seiner Doktorarbeit über Proportionen und Symmetrien von Diamanten und entwickelte den Brillantschliff, der mindestens 57 Facetten aufweist. Bis heute ist der Brillantschliff der bekannteste und meist gekaufte Schliff bei Diamanten. Erst mittels dieses Schliffs kann sich das „Feuer“ des Diamanten optimal entfalten. Wie unterschiedlich die Qualität von Schliffen sein kann, sieht man selbst mit ungeübtem Auge beim Blick in die Schmuckauslage eines beliebigen Juweliers. Während einige Diamanten fast glanz- und leblos anmuten, glaubt man aus anderen die Funken sprühen zu sehen. Da der Schliff von Diamanten auf Grund der Härte des Materials ein äußerst anspruchsvolles Verfahren darstellt, gilt hier: Je sauberer und akkurater der Schliff, desto höher ist der Preis, den der Diamant am Markt erzielen kann.


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